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    • 1. Vorsitzende: Anneliese Rappel
    • 2. Vorsitzende: Sabine Warzel
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Johnny, Labrador, 1 Jahr

Britta

Patenschaften
MvRuF
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Johnny ist bei Freunden angekommen
.... sucht ein neues Zuhause​
 
Zuletzt bearbeitet:

Britta

Patenschaften
MvRuF
befindet sich in einer Pflegestelle im LKR Breisgau - Hochschwarzwald

Profil (zuletzt aktualisiert am): 03.05.24

Kastriert: Nein

Verhalten gegenüber Erwachsenen: Johnny ist Junghunde typisch freundlich und stürmisch den Menschen gegenüber

Verhalten gegenüber Kindern: Johnny lebt mit zwei Kindern im Haushalt.
Er ist ihnen gegenüber freundlich, kann aber auch mal auf Grund seines Alter den Kindern stürmisch begegnen, da er seine Kräfte noch nicht so einschätzen kann.

Verhalten gegenüber anderen Hunden und Tieren: freundlich, neugierig

Ängste: noch nicht bekannt

Stubenrein: ja

Grundgehorsam/Leinenführigkeit: noch nicht vorhanden

Jagdtrieb: da Johnny an der Leine läuft und erst kurz bei uns ist, konnte dies noch nicht getestet werden

Treppen: Johnny kann Treppen problemlos laufen

Autofahren: kein Problem

Alleine bleiben: noch hat Johnny Verlassensängste und kann nicht alleine bleiben, dass muss aufgebaut werden

Gesundheit: Augenscheinlich ist Johnny gesund

Neues Zuhause: Wir wünschen uns für Johnny eine Familie, die gerne mit ihm das Leben erkunden möchte.
Da Johnny noch nicht viel Erziehung genossen hat, muss an diesem gearbeitet werden und die zukünftige sollte bereit dafür sein, mit ihm eine Hundeschule zu besuchen.
Johnny ist ein Rohdiamant mit einem tollen Charakter und wenn er erst einmal das Einmaleins gelernt hat, ein toller Begleiter für das Leben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Tag 2:
Noch keine 48h hier, aber schon kein Vergleich mehr zu gestern, obwohl man da schon sehen konnte, dass Johnny ein absolut super Hund ist. Jetzt döst er neben mir auf dem Boden neben dem Sofa nach kleiner Diskussion, dass er eben nicht überall draufspringen darf. Er ist wahnsinnig freundlich, stürmisch und aufgeweckt, und erobert damit nicht nur Herzen, sondern auch alles, was er möchte. Dadurch, dass er nicht nur ein richtig großer Labrador ist, sondern auch Türen und geschlossene Boxen/Säcke selbstständig öffnen kann, nimmt er sich wie selbstverständlich alles, worauf er Appetit hat oder was ihn interessiert. Die Kinder sind gewarnt und essen brav am Tisch (den er zumindest in Ruhe lässt, solange ein Erwachsener dabei ist), die Butter auf der Kücheninsel war es nicht. Kaum dreht man sich um, sind zack 120gr intus und zackig runtergeschluckt. Wenigstens hat er das Papier übrig gelassen und danach lief der Spaziergang im Regen wie geschmiert. Er liebt die Spaziergänge und trotz mangelnder Leinenführigkeit verhält er sich gut und zeigt mit Verve sein Faible für Wasser. Für Ruhepausen muss man ihn aktiv runterregulieren, sonst würde er sich nie von den vielen neuen Eindrücken losreißen können. Aber er besteht dabei darauf, dass man selbst Pause macht und er sich entweder vor die Türe, wahlweise auf die Füße legen darf, es könnte ja sein, dass man ohne ihn geht... Johnny ist total verschmust und super lieb zu den Kindern. Er legt einem sein Herz zu Füßen und bringt enormes Vertrauen entgegen, ein toller Familienhund. Aber wie unsere Kinder - wenn er Aufmerksamkeit will, versucht er mit möglichst viel Quatsch und circa 30kg auf sich aufmerksam zu machen, frei nach dem Motto "JETZT WILL ICH (bitte)!!". Johnny will gefordert und gefördert werden, das verlangt er mit aller Kraft und Herzlichkeit. Darauf freuen wir uns schon mega, wir sind richtig glücklich über ihn, aber jetzt darf der junge Mann erstmal runterkommen und ankommen...
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Tag 4:
Der Hund ratzt entspannt neben mir, und ich bald auch. Der Knabe ist Frühaufsteher und kegelt einen zwischen 5 und 5:30 Uhr aus dem Bett. Die bisherige Methode war, verbotenerweise aufs Bett zu springen. Inzwischen überlegt er sich neues (in aufsteigender Reihenfolge): am Bett nagen -> die Türe öffnen mit klappernden Krallen -> DAS LICHT ANMACHEN. Ich hoffe, das war nur ein Zufall heute, aber wenn er morgen früh mit einem Eimer eiskalten Wasser kommt, schwinden meine letzten Zweifel an Johnnys Intelligenz. Inzwischen kennt er sich mehr aus in unserer Familie und kann mehr entspannen, einmal hat er sogar auf dem Rücken gedöst. Mit den Kindern geht er sehr lieb um, aber manchmal kommt ein unbeabsichtigter body check, eine Kralle oder ein leichtes Zwicken, ist aber nie böse gemeint. Johnny ist ständig auf der Suche nach Futter und hat heute in einem unbeobachteten Moment die Kiste samt Deckel mit dem Hundezeugs geöffnet (bei Küche und Esstisch denkt er inzwischen davor nach). Immerhin hat er sich erst an ein paar Scheiben getrocknetem Pansen gütlich getan und nicht den ganzen Hundefuttersack gefressen. Wenn er nicht abgelenkt ist, beherrscht er "Sitz" und kommt auf Rufen.

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Tag 8 - eine Woche geschafft!

Oder wer schafft hier wen...? Johnny geht's super, die Butter lebt noch und die Kinder sind ebenfalls noch nicht verhungert.. Der Kaffeekonsum der Erwachsenen ist hingegen gestiegen und trotzdem fühlt man sich manchmal wie ein übernächtigter Fels in der Familienbrandung. Inzwischen wacht Johnny zwar immer noch um 5 Uhr auf, aber gesteht uns wenigstens noch zu, bis um 6 Uhr liegen zu bleiben. Immerhin sind bereits 2 Tage vergangen, in denen währenddessen nicht aus der Dunkelheit unheilvolles Krallenklappern, Rupfen am Bettzeug/sonstigem und Nagen am Mobiliar zu uns gedrungen sind. Wir machen Fortschritte! Zuhause zeigt Johnny sein Potential als schneller Lerner - er wartet jetzt bis sein Futternapf auf dem Boden steht, er kommt zuverlässig aus dem Garten, wenn man ihn ruft und für eine Knabberei macht er auch mal "Platz". Solche Spielereien sind ein Klacks für ihn, so praktische Dinge wie Leinenführigkeit zu trainieren, machen wir, wenn er noch ruhiger geworden ist. Inzwischen schläft er tiefer, was man am Schnarchen und Träumen unschwer erkennt und er lässt mich auch mal alleine im Haus laufen, solange er weiß, was ich mache. Johnny hat jeden Tag richtig Lust, die Welt zu entdecken und besonders die Spaziergänge sind ein richtiges Highlight. In der Runde um den Block ist er erstaunlicherweise ziemlich entspannt, aber wenn wir dann auf unsere eigentlichen Touren draußen aufbrechen, dann könnte man Kartoffelacker mit ihm pflügen, mit soviel Kraft legt er sich ins Geschirr. Und dann gibt es ja die Momente, wo mit ihm tatsächlich der Gaul durchgeht und er spielerisch raufen will, leider mit wenig Beißhemmung. Besonders ein Teil des Tages ist kritisch, und zwar wenn die Kinder nach Hause kommen und er seine pure Freude darüber nicht anders zum Ausdruck bringen kann, als dass er wie eine gesengte Sau mit eingekniffenen Schwanz durch den Garten/Haus rast und links und rechts nur so der Dreck und die Kinder in die Büsche fliegen. Kniffelig wird der Augenblick, wo er stoppt, weil er dann spielen will (siehe Beißhemmung). Ich hab deswegen meine "Kinderpeitsche" aus dem Kinderturnen ausgepackt (modifiziertes Katzenpeitschenspiel, Marke Eigenbau), da kann er auf Abstand spielen (siehe Bild). Johnny hat die ersten Besuche im Stall absolviert, alles sehr aufregend und nach kurzem Gucken darf er dann wieder in seinen Rückzugsraum im Kofferraum. Er macht seine Sache wirklich sehr gut und hat bis auf sein typisches Junghundverhalten noch keinen Anlass gegeben, dass man ihn böse sein könnte. Bis auf das eine Mal vielleicht, wo er sich eine volle Windel von der Nacht geklaut und genüsslich zerfetzt/gefressen hat, und die ganzen Klümpchen von uringetränkten Superabsorber im Haus verteilt waren und man erstmal gar nicht das Gefühl zuordnen kann, in was man bitte barfuß getreten ist...
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Tag 14 - Woche 2

So, Johnny hat in den vergangenen Tagen einmal mehr sein Potential und seine Baustellen gezeigt. Seine große Schwierigkeit besteht darin, dass ihn Dinge, die ihm Spaß machen, richtig aufputschen und er dann im Tunnel ist und Grenzen völlig ignoriert. Wir hatten beispielsweise einen Spaziergang (an dem Tag ist er schon richtig gut gelaunt gestartet), an dem er endlich tieferes Wasser ausprobieren durfte. Das schien neu, jedenfalls machte es blublub und der Hund ging unfreiwillig tauchen. Aber er hatte Geschmack daran gefunden und die Laune war bestens. Und dann wollte er spielen und ich wollte nicht. Jedenfalls nicht so: Johnny springt an der Leine hoch, zwickt in Leine, Hände, Finger, Beine, Bauch und fährt richtige Spaßattacken. Auf "Spiel"unterbrechung, Nein, Aus, Aua, Wegdrehen reagiert er in diesem Moment überhaupt nicht, im Gegenteil, er fordert noch mehr ein. Das ist nichts für schwache Nerven und mein T-Shirt und meine Arme sind auch nicht mehr ganz heile. Inzwischen haben wir an ein paar Stellschrauben gedreht: weniger Input beim Spaziergang, bzw. sobald er aufgeregter wird (Wildwechsel, Hunde, etc.), legen wir direkt eine Pause ein und Spiele, die er zwickend einfordert, lehne ich rigoros ab. Das klappt gut, aber man muss wahnsinnig mit dem Timing aufpassen. Am nächsten Tag aber hat die letzte, anstrengende Zeit nicht nur ihren Tribut gefordert, Johnny hat ihr auch endlich nachgegeben und so richtig tief und lange tagsüber geschlafen. Selbst Krümel, die vom Tisch beim Essen fallen, konnten ihn nicht wecken. Vernünftigerweise geht er mit den Kindern anders um und ist da nicht nur sehr nachsichtig, sondern auch zurückhaltender. Besonders auf die 2-jährige hört er brav und macht fleißig "Sitz". Bislang hatten wir auch keine Begegnung mit anderen Hunden, wo Johnny anders als nett war bzw. sein wollte. Auch da muss er noch lernen, wo die Grenzen bei anderen Hunden sind. Anderen Menschen begegnet er auch nur freundlich, aber er steckt seine Nase gerne penetrant in alles, was ihn interessiert (Windelpopos, Unterhosen, Rucksäcke, Taschen, denkt euch was aus.

Letztens im Stall war ihm dann doch so langweilig im Kofferraum, dass er sich das Auto besser angucken musste...
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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Tag 15

So ein kurzer Abstand zum letzten Eintrag, aber dieses Kompliment an RuF muss ich einfach weitergeben: Johnny und ich waren heute bei einem Hundetrainer und er kannte RuF - ihr macht tolle Arbeit, danke!

Johnny schläft jetzt entspannt und das ist auch die Prio 1. Er muss noch weiter runterkommen, dann hat er auch weniger Flausen im Kopf. Sonst ein Top Hund, sagt der Experte, allerdings sollten wir irgendwann mal zum Tierarzt, die Hüfte angucken lassen (Johnny läuft Pass)...
 
Woche 3 hinter uns

Johnny geht es super! Er schafft es weiterhin uns bestens gelaunt morgens vor 5:30 Uhr zu wecken und freut sich dann richtig auf seine Routinen in der Früh. Inzwischen schläft er gerne und viel und überall, solange wir uns im üblichen Tagesrhythmus bewegen. Ruhiger ist er dadurch jetzt zwar nicht direkt geworden, er ist und bleibt ein Junghund. Aber er ist jetzt deutlich aufmerksamer und gelassener. Auf ein- und derselben Strecke, die wir vormittags machen, wird ihm zwar nie fad, aber trotzdem können wir üben und Leinenführigkeit und Rückruf werden von Tag zu Tag besser. Außer, es gibt was spannenderes als mich, also oft genug. Johnny hat einen netten Spielkameraden auf dem "faden" Spaziergang kennengelernt und auch sonst ist er sehr freudig bei anderen Hundebegegnungen. Im Stall benimmt er sich auch sehr gut, aber wenn er könnte, würde er natürlich gerne seine Nase in noch viel mehr stecken, so frische Rossäpfel weiß der Gourmand zu schätzen. Wir trainieren auch seine Geduld, aber das erste Mal, dass ich mich alleine mit ihm beim Spaziergang hingesetzt habe, um "den Moment auf sich wirken zu lassen", hat nicht nur der Hund gewinselt - blöderweise gibt es in den Auwäldern bei uns viel fieses Viechzeugs, das zwar nicht den Hund stechen will, aber mich. Geduld braucht er aber, weil wir mit Kindern zu Fuß für 100m gefühlt ein Jahrhundert brauchen. Die Kinder und der Hund kommen daheim zusammen auf ziemlich viel Quatsch und Dreck - der Garten ist um ein paar Löcher reicher, Kuscheltiere sind Allgemeingut und Schuhe werden wild umhergeworfen. Mein Bizeps hat Melonengröße vom Hundhalten und Bodenschrubben, mindestens! Johnny ist zwar immer noch ein sehr körperlicher Hund, aber zumindest lässt das Zwicken langsam nach und Hochspringen/Spaßattacken kommen ebenfalls nur noch vor, wenn er vor Ungeduld und Spaß schier platzt. Er weiß oft einfach nicht, wohin mit seiner Freude. Er hält sich relativ gut an die Regeln daheim, aber der Schlawiner weiß natürlich auch, wann er beobachtet wird. Letztens war ich im Keller, da piept der Herd mit Touchfunktion, weil der Hund mal in die Töpfe linsen wollte und die Pfote auf die Schaltfläche platziert hatte - Ertappt!

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Woche 5

Johnny hat uns diesmal einen ganz schönen Schock eingejagt. Wir waren keine 5 Minuten vom Haus weg, da ging's ihm plötzlich übel, er erbricht sich, der Kreislauf klappt zusammen und mein Mann musste ihn nach Hause tragen. Die Klinik war schon vorgewarnt, da hat er sich wieder derappelt, getrunken und der Kleinen das Bananenbrot geklaut. Das kam auf den flauen Magen natürlich wieder retour und ich habe ihn die ganze Zeit mit Argusaugen beobachtet, ob wir jetzt nicht doch noch in die Klinik fahren. Er hat sich dann recht zügig wieder erholt und lag dann abends wieder selig auf dem Rücken liegend mit gluckernden Bauch an seinem Lieblingsplatz. Den nächsten Tag mit Schonkost hat er so nicht akzeptiert und sich gleich mal ein paar richtig scharfe Essensreste stibitzt. Ist ihm wohlbekommen, aber das ist unser nächster dringlicher Trainingspunkt, dass er, was auch immer er findet, nicht sofort runterschlingt, sondern auch von ablässt.
Dafür hat er inzwischen anderes verbessert: Johnny beherrscht inzwischen gut Sitz, Platz, Bleib, Komm und die Leinenführigkeit entwickelt sich auch positiv. Geschirr anziehen wird ebenfalls besser und die krasse Zwickerei lässt auch immer mehr nach. Allerdings beißt er immer Kanten kaputt, wenn er ungeduldig wird und sich auf etwas freut. In vielem Mobiliar hat er sich inzwischen verewigt. Wenn die Aufmerksamkeit stimmt, darf er auch an die Schleppleine bei den Spaziergängen und das Vertrauen belohnt er super und freut sich immens. Hundekontakt ist von Johnnys Seite aus kein Problem (er will immer spielen), schwierig wird es nur bei Hunden, die das nicht wollen/dürfen. Das begreift er dann nicht und arbeitet mit aller Kraft dagegen. An Tagen mit guter Aufmerksamkeit kriegt man ihn aber mit Leckerlis leicht vorbeigelotst. An Tagen mit schlechter Aufmerksamkeit fürchte ich, war der Auslöser die Spuren einer läufigen Hündin. Jedenfalls werden spannende Grashalme ewig geschnuffelt und dann hingebungsvoll abgeleckt. Wir nähern uns der Pubertät...
Johnny liebt Trainingsspielchen und die Kleine imitiert natürlich, was sie beobachtet. Dabei wird meine Erziehungsmethode durchaus unterminiert, z.B. indem sie Käsewürfel verstecken soll, den Hund brav Sitz und Bleib machen lässt, die Würfel hinlegt - Hund sabbert, sabbert, sabbbert - und dann SELBST aufisst (ab jetzt nur noch Leckerlis)! Aber er liebt sie trotzdem und lässt alles mit sich machen, Hufe auskratzen, mit Tüchern bedecken, ausgiebig schmusen.

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Woche 7

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Angekommen als schwarzer Schlaks schält sich aus dem Matsch immer mehr ein richtiger Rüde. Johnny pflegt aber auch für seine eigene tägliche Beautyroutine und findet schon irgendeine Pfütze (alleine schwimmen ist immer noch etwas unheimlich). Und für das innere Wohl sorgt er auch weiterhin und schnappt sich alles, was halbwegs essbar ist, wenn man nicht aufpasst. Der Schlawiner beobachtet aber auch ganz genau und will immer ebenfalls mitmachen: spielen die Kinder Lego, holt sich der Hund Lego; sind sie mit Sandelsachen zugange, kommt er mit einem Eimer; wollen die Kinder auf den Schoß, will der Hund auch auf den Schoß usw. Dabei entgeht ihm natürlich nicht, wenn man selbst nicht ganz bei der Sache ist und dieser feine Nusszopf fürs Frühstück so unbeobachtet ist. So wenig Aufmerksamkeit hat ein Nusszopf nämlich nicht verdient...

Johnny kann sich super im Training ohne Ablenkung zeigen - da begreift er unglaublich schnell, präsentiert sich konzentriert und lernfreudig. Hapern tut's sobald mehr Input kommt, andere Hunde, mehr Menschen, Gerüche und WASSER. Wasser ist die Droge schlechthin, kaum ist der Hund etwas mehr nass, schaltet er in seinen "Freude-Modus" und rast wie ein Berserker mit eingekniffenen Schwanz und weit aufgerissenen Maul und Augen auf einen zu. Immerhin springt er inzwischen nur noch selten dabei hoch/an und er lässt sich schnell in ein neues Spiel umlenken. Er bleibt trotzdem noch eine Überraschungstüte, weil manche Situationen für ihn neu sind und er dann schnell aufdreht und noch nicht verlässlich zu beruhigen ist. Den Stress nagt er dann irgendwie ab an allem, was Widerstand bietet, z.B. die Polster der Rückbank im Kofferraum. Aber im Vergleich zum Anfang hat er schon große Fortschritte gemacht, schließlich sind das nur Gegenstände und keine Gliedmaßen mehr. Johnny ist ein herzensguter Hund und wenn er weiter ausgebildet ist, wird das ein richtig eindrucksvoller Herr, nicht nur eine stürmische Liebesrakete. Wenn wir morgens unsere große Runde in Wald/Feld/Flur drehen, macht es auch immer mehr Spaß mit dem Hund unterwegs zu sein. Die Schleppleine tut uns beiden gut, die Leinenführigkeit/Rückruf sind akzeptabel und langsam registriere ich auch wieder mehr Schätze als nur den Hund:
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